In der Bio-Landwirtschaft und der Biologisch-dynamischen Landwirtschaft ist die Homöopathie zur Behandlung kranker Nutztiere etabliert und bewährt. Es liegt daher nahe, die Homöopathie auch zur Minderung von Ertragsausfällen durch Krankheitsbefall bei Nutzpflanzen einzusetzen. Denn Pflanzen sind Lebewesen wie Menschen und Tiere. Sie pflanzen sich fort, sie können sich bewegen und den Standort wechseln (z.B. durch unterirdische Sprossbildung oder durch das Verbreiten von Samen). Sie haben eine eigene „Sprache“ mit der sie ihr Wohlbefinden mitteilen oder Krankheiten anzeigen. Sie reagieren mit Gesundheit oder Krankheit auf ihre Umweltbedingungen. Sie sterben, wenn ihre Lebensenergie durch Ernte, Alter, Verletzung oder Krankheit erschöpft ist.

These: Es ist möglich, die Arbeitsweise der Klassischen Homöopathie auch bei der Behandlung von erkrankten Pflanzen erfolgreich anzuwenden. Dieser Zweig der Homöopathie steht noch am Anfang. Sollte sich die These als richtig erweisen, könnte die Homöopathie einen wichtigen Beitrag zur ökologischen und ökonomischen Produktion von gesunden Nahrungsmitteln beitragen.

Klassische Homöopathie nach Hahnemann, ist eine Behandlungsstrategie, in der, nebst dem homöopathischen Mittel, ein besonderes Augenmerk auf die Ausschaltung krankmachender Faktoren gelegt wird.  Die tragenden Säulen dieser Strategie sind die Wahl geeigneter Sorten, eine gute, lebendige Bodenqualität, eine optimale Kulturführung, eine der Kultur entsprechende Nährstoffversorgung und ein, zur  Erkrankung oder dem Schädlingsbefall passendes, homöopathisches Einzelmittel.

 Diese Art von Behandlung bringt viele Vorteile mit sich:
  • Homöopathische Mittel benötigen nur minimale Mengen an Ausgangsubstanzen und Energie für ihre Herstellung.
  • Homöopathische Mittel hinterlassen keine giftigen Rückstände.
  • Nach der Behandlung mit Homöopathischen Mitteln sind keine Wartefristen bis zur Verwendung einzuhalten.
  • Auf Einzelmittel der Klassischen Homöopathie bestehen keine Patente.
  • Auch in Entwicklungsländern könnte die Klassische Homöopathie Homöopathie kostengünstig eingesetzt werden.
Forschung zur Praxistauglichkeit der Homöopathie für den Pflanzenschutz

Es bestehen erst wenige Untersuchungen zur Praxistauglichkeit von homöopathischen Mitteln im Pflanzenschutz. Die meisten Untersuchungen beziehen sich auf  kommerziell erhältliche Komplexmittel wie Biplantol und Silpan. 

Wertvolle Vorstudien und Grundlagen wurden  z. B. am Kollegialen Institut für Komplementärmedizin an der Uni Bern, an der Uni Graz oder am FIBL in Frick, durchgeführt. Homöopathische Einzelmittel, wie sie in der Klassischen Homöopathie nach Hahnemann Verwendung finden, sind bisher  nur vereinzelte untersucht worden. So schafften es homöopathische Einzelmittel im mehrstufigen Untersuchungsmodell der Uni Konstanz nicht in die Freilandversuche an lebendigen Pflanzen, weil im Labor, an abgeschnittenen Blütentrieben, zuwenig Wirksamkeit nachgewiesen wurde. Folgerung: Sterbende Pflanzen oder abgetrennte Pflanzenteile können keine Krankheitsabwehr mehr aufbauen. Um eine Aussage über die Wirksamkeit homöopathischer Mitteln bei Pflanzenkrankheiten machen zu können, müssen die Versuche an ganzen, lebendigen Pflanzensystemen gemacht werden.

Die Pioniere: Das Kaviraj und Christiane Maute haben ihre Praxiserfahrungen in Buchform herausgegeben. Die Bücher sind im Narayana Verlag erhältlich. Sie eignen sich gut für den privaten Gebrauch. → Narayana Verlag

Was bisher fehlt, ist ein kurz gefasstes Repertorium der charakterischen Symptome und Modalitäten der Pflanzenkrankheiten. Ein solches Repertorium ist aber notwendig um rationell und mit grosser Sicherheit das spezifische Einzelmittel bei einer bestimmten Krankheit zu bestimmen. Die Praxistauglichkeit der Klassischen Homöopathie mit Einzelmitteln, kann erst dann wissenschaftlich untersucht werden, wenn ein solches Werkzeug  (Repertorium) zur Verfügung steht..

Aus vielen Erfahrungsberichten habe ich 'Weder's kleine Notfallapotheke' für den Hausgarten erstellt. Sie können diese unter Notfallapotheke ansehen.

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